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Polskie Centrum SPA Kołobrzeg

Die Geschichte die Mode und Strandsitte

Die Seebäder ver­wen­de­ten ein­mal nur die Leute von der Plebs, die sie eher wie die hygie­ni­sche Tätig­keit als die Art des Fre­ize­itver­brin­gens betrach­te­ten. Man wählte zu die­sem Ziel die entle­ge­nen Orte, die Män­ner und Frauen schwam­men getrennt, Her­ren eher nackt, Frauen in lan­gen Hem­den. Die Per­so­nen von der Gesel­l­schaft betrach­te­ten sol­che Bäder als unwür­dig. Die öffen­tli­che Zeigung des aufge­deck­ten Kör­pers war scham­los.
Die Mode betreffs der Erho­lung am Meer kommt zu uns von England und Fran­kre­ich eben im XIX Jahr­hun­dert an, wenn von der Ini­tia­tive Johann Georg Haf­f­ner, For­scher der Seebäde­re­igen­scha­ften, die ersten öffen­tli­chen Bade­an­stal­ten ent­stan­den sind – zuerst in Brzeźno (1808), später in Sopot (1823). Dort drückte man das Was­ser vom Meer mit den Kup­fer­roh­ren und nach der Erwär­mung zu den Wan­nen ein­goss. Für die Baden­der baute man die Umkle­ide­räume – Gebäude, die halb­kre­is­för­mig längs des Meere­su­fers für ihren Schutz vor den Gaf­fern aufge­stellt wurde. Die Diskre­tion ver­si­cher­ten auch die tief im Meer aus­ge­hen­den Plan­ken­zäune. Den Ein­gang zum Was­ser erle­ich­ter­ten die höl­zer­nen Gerüste.

 
Man erholte ursprün­glich unmit­tel­bar auf dem Sand oder den fre­iste­hen­den Bän­ken und Stühl­chen, aber am Anfang des 20. Jahr­hun­derts sind die Flech­twe­ide­körbe erschie­nen. Man schützte sich vor der Sonne, weil man sich in dama­li­gen gesel­li­gen Kre­isen über das Son­nen­brand schämen sol­lte. Man trug also die Stroh­hüte, Hand­schuhe, ruhte auf Lie­ge­stüh­len unter den Son­nen­schir­men aus. Von der Fre­iheit der Sit­ten gab es aber keine Rede. Trotz der Ver­bre­itung der Meerer­ho­lung als der gesunde Lebens­stil betrach­tete die Mehr­heit der Sit­ten­pre­di­ger sie fer­ner­hin als sit­ten­los. Frauen und Her­ren benutz­ten die getren­n­ten mit dem hohen Zaun ver­hül­l­ten Strand­te­ile. Frauen zogen sich in den Stän­den auf den Rädern um und mit sol­cher Equ­ipage führte man sie zum fla­chen Was­ser über. Auf den Män­ner­strän­den waren die Fern­gläser und alle Löcher in den Zäu­nen schät­zbar. Sie ermöglich­ten die Aus­sicht auf die Damen­strände. Mit der Zeit wur­den Stren­gen nachge­las­sen. Man bestim­mte die spe­ziel­len Strände für Fami­lien. Die geschick­ten Paare „lie­hen” die Kin­der von den Fischern aus und ohne Sor­gen ver­brach­ten sie ihre Zeit am Meere­su­fer. Die Koedu­ka­tions­bäder der Frauen und Män­ner erlaubte man zuerst in den 20-sten Jah­ren des ver­gan­ge­nen Jahrhundertes.

 
Die Mode auf den Son­nen­brand hat Coco Cha­nel ein­ge­führt, deren Freun­din, Sopra­ni­stin Mar­tha Davelli sich als die erste in der Farbe der Scho­ko­la­den­bronze geze­igt hat. Cha­nel hat für sie die Kle­idun­gen entwor­fen, die den son­ni­gen Fle­isch­ton zeig­ten. Beide Frauen haben im Biar­ritz Kurort den Lebens­stil der eman­zi­pier­ten Frauen geführt. Die Bade­ko­stüme für Her­ren betrach­tete man sehr fre­isin­nig. Ihre Tri­ko­ta­gen, die an die Unter­wäsche erin­ner­ten, waren luftig und beschränk­ten keine Bewe­gun­gen. Modisch waren Kle­idun­gen in „Zebras”, anfangs mit lan­gen Hosen und Ärmeln. Mit der Zeit wur­den sie um drei Vier­tel besch­nit­ten. Unter dem Ein­fluss der lan­cier­ten Kunst des Schwim­mens und Spor­tes änder­ten sich in die Tri­kot­slips.
Die Bade­ko­stüme für Frauen, als die beson­de­ren Anzüge seit 70-zigen Jah­ren des 19. Jahr­hun­derts, hat­ten lange nichts Geme­in­sa­mes mit den funk­tio­nel­len Bade­an­zügen. Durch den Schnitt sahen sie wie die all­tägli­chen Kle­ider mit den Schnür­le­ibern ähn­lich. Sie waren reichlich mit den Fal­beln gesch­mückt und vor allem ver­deck­ten sie dicht den Kör­per. Para­do­xer­we­ise erfolgte das nicht nur aus den prüden Sit­ten, aber eher aus der Gewohn­heit zu den Konven­tio­nal­for­men der Kle­idung, Unter­schät­zung des Wer­tes der Seebäder und der Betrach­tung der Erho­lung am Meer als noch eine Form gesel­l­scha­ftli­cher Pflich­ten. Mag­da­lena Samo­zwa­niec schrieb in „Marie und Mag­da­lene”: „Alle Seeur­lau­ber kon­nte man frei als das häs­sli­che Geschlecht ange­se­hen. Dazu tru­gen die Bade­kle­idun­gen bei, für die hor­rende Häs­slich­keit und Gesch­mac­klo­sig­keit cha­rak­te­ri­stisch waren. Die kle­inen Mäd­chen waren in die lan­gen, roten Anzüge aus einem abscheu­li­chen Dril­lich umge­kle­idet, herum Knöchel­chen und Hals mit dem weißen Bänd­chen gesch­mückt. Auf dem Kopf hat­ten sie die Bade­hau­ben aus dem gel­ben Gummi. Sie wur­den mit den roten Fal­beln verziert. Auf den Beinen hat­ten sie die schwa­rzen Halb­stie­fel, die im Knöchel­chen mit den Bänd­chen gebun­den waren. Die Anzüge benah­men sich im Was­ser wie den Bal­lon und vom Meer sah man hier und da die war vor­sprin­gen­den roten oder dun­kel­blauen Halbkugeln”.

 
Die Bade­kle­idung sol­lte Sinne nicht reizen. Ein Stan­dard wur­den die glat­ten Kle­ider bis ans Knie, die notwen­dig mit den Ärmeln und ohne Aus­sch­nitt sein sol­len, die wuch­ti­gen Hosen und im Knöchel­chen Schnür­pan­tof­feln, die an Espa­drille erin­ner­ten, die schwa­rze Strümpfe aus der war­men Wolle, sie schütz­ten vor dem Durch­frie­ren im Kal­twas­ser. Die Män­gel am Kle­idung­spro­fil holte man mit den Spit­zen, Hohl­säu­men, Bän­dern und Kokar­den nach. Laut dem modi­schen „Bluszcz” Maga­zin: „Das Kostüm bestand aus den gestre­iften Slips aus Bar­chent, die unter den Knien mit Fal­bel gesch­mückt waren. Dazu Blu­sen aus Kre­tonne, auch mit den Fal­beln und natür­lich Kor­sett. Zur Vol­l­stän­dig­keit gehörte die Wachstuch-Badehaube, die mit den zahl­re­ichen Kokar­den gesch­mückt wurde. Die Popu­lär­farbe war hochrot”.

 
Kri­tisch und am far­ben­re­ich­sten hat sich das 20. Jahr­hun­dert erwie­sen, wenn die Mode dyna­misch und Ände­run­gen revo­lu­tio­när haupt­sächlich dank den Frauen-Einzelgängerinnen wur­den, die Tabus gebro­chen haben. Die Austra­lie­rin Anne Kel­ler­mann (A) hat im Jahre 1905 den Sekwana-Fluss unweit Paris „unge­wöhn­lich knapp bekle­idet”, nur im Büsten­hal­ter, ohne Ärmel und in kurzen Shorts mit dem Mini durch­ge­schwom­men. Colette, bekan­nte Skan­dal­per­son der fran­zösi­schen Lite­ra­tur, hat sich gewagt auf dem Strand in Sant Tro­pez ohne Kor­sett, Hand­schuhe, Hut und Rock zu zeigen.

 
Nach dem Ersten Welt­krieg sind die gle­ich­ze­iti­gen Bodies erschie­nen, die an die ein­te­ili­gen Kostüme aus Wir­kware erin­nern. Das zeugte von der schon ziem­lich gro­ßen Loc­ke­rung der Sit­ten. Man pro­du­zierte sie mit der Hand, laut den Aus­sch­nit­ten, die in den Zeit­schri­ften veröf­fen­tlicht wur­den, aus dem star­ken und nicht sehr dün­nen dun­klen Garn. Es hat schnell Was­ser ein­ge­saugt. Ste­pha­nie Zahor­ska bemerkte im „Bluszcz”, dass: „die Ände­rung der Mode nach dem Welt­krieg jeden Muskel, Kno­chen, jedes Stück der weibli­chen Haut bese­itigt. Mit dem mitle­id­slo­sen Mes­ser hat sie vor allem große Stücke des Fet­tes absch­ne­idet, die man so sorg­sam durch das ganze 19. Jahr­hun­dert pflegte. Der mas­sierte, geübte Kör­per wird glatt und leicht, die Haut dehnt sich aus und macht glatt. Die Brüste sind klein und Hüften mädchenhaft.

 
Die 20en Jahre des 20. Jahr­hun­derts sind die Gar­con­nen – Ära, so nan­nte man dann die modi­schen, küh­nen, Schla­ger­frauen, die seine Attrak­ti­vi­tät zeig­ten. Die Mode zwang ihnen kurze Haare, son­nen­ge­bräunte Haut, dun­kle Schminke und den Nagel­lack auf. Sie kamen auf den Strand mit­tags mit der Ten­ni­sra­kete unter dem Arme. Die Bade­an­züge, die das Sin­n­bild der weibli­chen Una­bhän­gig­keit bil­de­ten, waren aus Wolle. Sie schlos­sen eng zum Kör­per an und waren mit dem Kle­ider­bügel, den knap­pen Hosen oder mit dem Kleid. Das Design, ohne die extra­va­gan­ten Zube­höre, war noch arm und in der schwa­rzen Far­bab­stim­mung. Sol­cher Stil des Dase­ins war aber nicht übe­rall zuläs­sig. Grie­chi­scher Dik­ta­tor The­odors Pan­ga­los hat im Jahre 1926 die Ver­fügung heraus­ge­ge­ben. Kraft der mus­sten die weibli­chen Anzüge wenig­stens 30 cm unter­halb der Knie reichen. In Spa­nien unter der Regie­rung von Fran­ci­sco Franco ver­bot man den Frauen das Lie­gen auf dem Strand „mit den Beinen in der Wegrich­tung“. In den 30 Jah­ren haben die Bade­an­züge die Form der kurzen Tri­kot­tu­ni­ken ange­nom­men, die man mit kurzer schma­ler kurzer Hose getra­gen hat. In Ferien­mode knüp­fte man zu den Mari­neu­ni­for­men an. Es sind auch die Damen­shorts erschie­nen, was mit dem lan­cier­ten Typ von Spor­t­kle­idun­gen und mit der weichen Linie der Anzüge ver­bun­den war. Die kurzen Hosen wer­den immer kürzer, bis sie die in der Taille ver­steck­ten Slips ver­tre­ten haben. Den obe­ren Teil der Kle­idun­gen bil­de­ten die dekol­le­tier­ten und ver­ste­iften Büsten­hal­ter. Von der Vorze­igung des Nabels kon­nte es aber keine Rede sein.

 
Die Kostüme der 40 Jahre, die die Unvol­l­kom­men­he­iten der Sil­ho­uette ver­steckt haben, waren unbe­quem, voll der Ver­ste­ifun­gen und Schlös­ser. Zuerst hat Louis Reard im Juli 1946 in Paris eben auf dem Moli­tor Schwim­m­bad den sehr küh­nen Bikini, die stark aus­ge­sch­nit­te­nen Slips und den Büsten­hal­ter, die ver­kle­inerte Fas­sung der Atome – Kle­idung geze­igt. Sie hat Jacques Heim gewor­ben. Der Name knüp­fte zum Atoll an, wo die Ame­ri­ka­ner die Atom­bombe gete­stet haben und sol­chen „Ato­me­in­druck“ hat auch das Kostüm hervor­ge­ru­fen. Der Mode­de­si­gner kon­nte zu seiner Präsen­ta­tion das mutige Modell nicht fin­den, deshalb hat Miche­line Ber­nar­dini, die Tän­ze­rin vom Nightc­lub gedingt. Das neue Modell ist schnell auf euro­päi­schen Strän­den sehr häu­slich gewe­sen aber in den puri­ta­ni­schen Vere­inig­ten Sta­aten wurde es wesen­tlich später dank dem Film mit Bri­gitte Bar­dot „Und Gott hat die Frau geschaf­fen” akzep­tiert. Die Näch­ste waren die radi­ka­len Biki­nis (die nicht große Dre­iecke mit den Schnür­chen zur Befe­sti­gung) und die Oben-ohne-Kleidungen. Die Hip­pien der 70 Jahre tru­gen auch die Kostüme des Typs „Baby doll” – den flat­tern­den obe­ren Teil mit Slips. Die Stoffe wur­den leich­ter und prak­ti­scher, das ela­sti­sche Garn, das man Lycra genannt hat, hat neue Möglich­ke­iten geöf­f­net. Sie hat die natür­li­che Sil­ho­uette des Kör­pers betont. Es hat die große Rück­kehr der ein­te­ili­gen, weichen und bequ­emen Kle­idun­gen gefolgt. Die Wurzeln der Strings, die seit 80er Jahre belieb­ten waren, soll man in Bra­si­lien suchen. Sie waren so dün­nen Slips, dass ihr Hin­ter­teil sich zwi­schen den Hin­ter­bac­ken ver­bor­gen hat. Samt der Evo­lu­tion der Mode folgte gle­ich­ze­itig die Evo­lu­tion im bewus­sten Son­nen­brand. Es hat der Rück­zug von der Demon­stra­tion­snack­theit in der Rich­tung der siche­ren Erho­lung unter dem Schutz der Hüte, Son­nen­schirme und Cre­men mit dem Fil­ter gefolgt. Die Far­bab­stim­mung der Bade­an­züge war eng mit der Welt der Seeleute ver­bun­den. Auf den alten Licht­bil­dern sieht man Her­ren in den Tri­kots, Fräu­lein mit den Son­nen­schir­men, Hüt­t­chen der Eisver­käu­fer, Lie­ge­stühle, Zelte, Wind­schirme, Bälle – alles gestre­ift. Das war nicht nur die Mode und Nachah­mung der Kle­idung von Matro­sen, denn man hat sich im Laufe der Ferie­nau­fen­thalte am Meere­su­fer von tägli­chen Rol­len befreit. Die Woh­lan­stän­dig­ke­iten waren nicht gül­tig. Die Stre­ifen bil­de­ten aber die Fri­sche, Gesun­dheit, Freude und Jugend.

 
Früher ver­trug man nur die weiße Unter­wäsche. Das soll man mit den Mit­te­lal­ter­li­chen und Rena­is­san­ce­mu­stern ver­bin­den, laut deren die gefärb­ten Stoffe unrein und unbe­sche­iden waren. Sie kon­nte auch keinen Intim­kon­takt mit dem men­schli­chen Kör­per haben. Die Ände­run­gen, die in der zwe­iten Häl­fte des 19. Jahr­hun­derts gefolgt haben, waren mit der Befre­iung von der pro­te­stan­ti­schen Mora­li­tät, Sit­ten­lehre und den städ­ti­schen Wer­ten ver­bun­den. In der Far­bab­stim­mung der Bade­an­züge haben die große Rolle die Matro­sen­stre­ifen gespielt, und näher das typi­sche Unter­hemd, das von den Matro­sen getra­gen wurde. Sie befan­den sich in der Hie­rar­chie unten. Die Stre­ifen, die früher den nega­ti­ven Ausklang hat­ten und nur man­cher geme­in­scha­ftli­chen Grup­pen zuge­schrie­ben wur­den, haben die neue Bedeu­tung erhal­ten. Die euro­päi­sche Gesel­l­schaft, wenn sie die Zauber der Seestrände und Seebäder ent­deckt hat, hat die Matro­sen­stre­ifen von den Welt­me­eren auf den Strän­den über­tra­gen. Die Mode betreffs der gestre­iften Kle­idun­gen und Gewebe hat auf den Strän­den von Nor­man­die am Ende des 19. Jahr­hun­derts Auf­nahme gefun­den. Später hat sie sich auf den südwe­stli­chen Strän­den von England und Bel­gien ver­bre­itet und hat das wahre „The­ater der Stre­ifen” entwic­kelt. Auf den belle epo­que Strän­den hat die Vere­ini­gung der Matro­sen­stre­ifen mit den Stre­ifen der Mora­li­sten gefolgt. Die Sit­tlich­keit for­derte die weißen Bade­an­züge, aber die Gewebe die­ser Farbe wur­den nach dem Aus­gang vom Was­ser fast durch­sich­tig. Die dun­klen Far­ben betrach­tete man dage­gen als Unge­sunde. Die Strand­kle­idun­gen vere­inig­ten also die hel­len mit den dun­klen Far­ben, am häu­fig­sten weiß mit Mari­ne­blau. Deswe­gen waren die geme­in­scha­ftli­che Mora­li­tät und die kör­per­li­che Rein­heit bewahrt.

 
Die Stre­ifen, und beson­ders die Ver­bin­dun­gen ihrer ver­schie­de­nen Far­ben mit dem Weiß geben bis heute die Fri­sche und Rein­heit auf. Die Seestre­ifen sind die Ferien– und Som­mer­stre­ifen, das bedeu­tet etwas mehr als das Matro­se­nun­ter­hemd. Das bez­e­ich­net vor allem Sport, Fre­izeit, Unter­hal­tung, Kin­dheit und Jugend.

 

Mal­wina Mar­kie­wicz, Muzeum Oręża Pol­skiego